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Feuerwehr fordert Unterstützung vom Kreis an

 

Feuerwehr fordert Unterstützung vom Kreis an

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Lauchhammer. Was augenscheinlich als ein ganz normaler Feuerwehreinsatz wirkte, entpuppte sich nach Eintreffen der ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Lauchhammer doch als etwas Größeres. Im Hallenfreizeitbad, das momentan wegen Umbau- und Reinigungsmaßnahmen geschlossen ist, ist beim Befüllen von Clorbleiche durch zwei Schwimmmeister am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr ein Unglück passiert. Beide Schwimmmeister wurden durch die austretenden Chlordämpfe des leckgeschlagenen Behälters verletzt. Die ausgetretenden Dämpfe reizen die Augen, die Atmungsorgane und die Haut. Um so schnell wie möglich Hilfe zu organisieren, wurde durch das Personal des Hallenfreizeitbades ein Handmelder der Brandmeldeanlage betätigt und somit die Feuerwehr Lauchhammer alarmiert.  Ein Trupp unter Atemschutz rettete die beiden bewusstlos gewordenen Badangestellten aus dem Technikbereich des Hallenbades.  Um die Feuerwehrkameraden keiner weiteren Gefahr durch die freigewordene Chemikalie auszusetzen, entschied der Einsatzleiter Rene Hadlich, Kräfte der Gefahrstoffeinheit des Landkreises Oberspreewald-Lausitz heranzuziehen. Die Kameraden, die zwischen Ortrand und Calau stets einsatzbereit sind,  verfügen über Spezialvollschutzanzüge und Dekontaminationsmittel.
Aus allen Richtungen kamen die Floriansjünger in die Kunstgussstadt. Dafür wurde kurzer Hand die Weinbergstraße im Bereich des Hallenfreizeitbades für den Verkehr voll gesperrt. Am Ende waren 96 Feuerwehrkameraden mit insgesamt 23 Fahrzeugen im Einsatz. 
Was bis dahin niemand wusste, hier handelte es sich um eine großangelegte Einsatzübung der Gefahrstoffeinheit des Landkreises, der Feuerwehr Lauchhammer und des Personals des Hallenfreizeitbades, die zuvor in einem Theorielehrgang  die Handlungsweise bei Austritt von Chlorgas gelernt haben. „Nur sehr wenige Leute wussten von dem bevorstehenden Einsatz. Nicht einmal das Personal des Bades oder der diensthabende Leistellendisponent war eingeweiht. Es war uns wichtig, dieses Szenarium so realitätsnah wie möglich zu üben. Dafür bot sich bestens die reguläre Schließzeit des Bades an“, so der Einsatzleiter in seinem kurzen Abschlusswort.
Nach zwei Stunden und Erreichen des Ausbildungszieles wurde die Einsatzübung beendet. Im Nachgang werden die Fehler der schon länger geplanten Übung ausgewertet. „Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren und der SEG Führungsunterstützung des LK OSL haben bei der Übung wieder einmal Ihre hohe Einsatzbereitschaft und Ihre Professionalität unter Beweis gestellt. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Kreisverwaltung“, lobte der stellvertretende Kreisbrandmeister Tobias Pelzer die Arbeit seiner Kameraden. (Misa)

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Text und Bild:  Mirko Sattler / Feuerwehr Lauchhammer

 

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