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Geschichte

 Vorgeschichte zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Grünewalde

 

Wie in den meisten ländlichen Orten gab es früher auch in den hiesigen Landgemeinden Mückenberg, Kleinleipisch und Grünewalde kein geordnetes Feuerlöschwesen. Die einzelnen Bewohner waren verpflichtet bei einem ausbrechenden Brand hilfreich mit einzugreifen.

Amtliche Nachrichten vom 1.Juli 1874:

Neben anderen Orten des Kreises Liebenwerda wird die Ortsbehörde von Grünewalde aufgefordert, bei der Spritzenschau dafür zu sorgen ,dass sowohl die Spritze, als auch die zur Bedienung derselben erforderliche Mannschaft pünktlich zur Stelle ist. (Mitteilung im Liebenwerdaer Kreisblatt vom 4.Juli 1874)

Solche Spritzenschauen dienten der Sicherheit in den Dörfern, solange es keine Feuerwehren gab. Zur Mannschaft gehörten in den meisten Fällen Handwerker oder andere technisch Erfahrene bzw. zuverlässige Männer. Für unseren Ort wurde die Spritzenschau auf den 21.Juli 1874 nachmittags 5 1/5 Uhr festgelegt. Später werden die Ortsbehörden aufgefordert, “Feuerspritze und Löschgeräte „kontrollieren zu lassen.

Solche Kontrollen fanden laut “Liebenwerdaer Kreisblatt“ in Grünewalde statt.

Jahr
Tag / Monat
Uhrzeit
1887 07. Mai 09:00 Uhr
1888 05. Mai 09:15 Uhr
1889 09. Mai 09:15 Uhr
1890 03. Mai 09:15 Uhr
1891 28. April 09:15 Uhr
1892 04. Mai 09:15 Uhr
1893 02. Mai 09:15 Uhr
1894 11. Mai 09:00 Uhr


Missstände, die auch in anderen Orten auftraten und das sich immer mehr entwickelte Eisenwerk, wurde bereits 1876 vom damaligen Werksvorsteher Freiherr von Manteufel eine Ortsfeuerwehrordnung bekannt gegeben. Darauf kam es zur Bildung der Freiwilligen Feuerwehren. 

Die Freiwilligen Feuerwehren Lauchhammer, Bockwitz und Nauendorf kamen nicht nur in ihren Orten und dem Eisenwerk zum Einsatz, sondern auch in der nächsten Umgebung, dort wo ein Feuer entstand. Verheerende Brände versetzen die   Bewohner von Kleinleipisch, Mückenberg und Grünewalde in Angst und Sorge.

Ein dahingehender Vorschlag, ob es nicht Besser sei eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen wurde somit zur zwingenden Notwendigkeit und fand auch begeisterte Aufnahme unter den Bewohnern.

   
© Feuerwehr Lauchhammer